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e5-Salzburg

e5-Projektauswahl - Kommunale Gebäude, Anlagen

Sportanlage Bürgerau Saalfelden

Das 2018 in Betrieb genommene Multifunktionsgebäude im Saalfeldener Ortsteil Bürgerau beinhaltet neben Bewegungsraum, Kabinentrakt, Umkleiden und Duschen, Vereinslokal und Büro Räumlichkeiten für den Waldkindergarten Saalfelden.

Dabei wurde das Untergeschoß aus Stahlbeton nahezu vollständig in den Hang geschoben, um diesen zu stützen. Das Erdgeschoß in Massivholzbauweise besticht durch eine innen helle freundliche Atmosphäre und überdachte Außenbereiche.

Die Energieversorgung basiert vorrangig auf einer 122 m2 großen thermischen Solaranlage, die den überwiegenden Anteil des Wärmebedarfs für Raumwärme und Warmwasser liefern soll. Als Spitzenlastkessel kommt ein modulierender Erdgaskessel (15-84 kW) zum Einsatz, der im Bedarfsfall an die zentralen Pufferspeicher mit 12.700 l liefert. Der Betriebsstrom wird zu einem guten Teil von der Photovoltaikanlage (9 kWp) bereitgestellt. Für Frischluft sorgt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Umfangreiches Monitoring des Anlagenbetriebes wird in den nächsten Jahren wertvolle Erkenntnisse für vergleichbare Anforderungen liefern können.

Bild: Stadtgemeinde Saalfelden

Schulzentrum Radstadt kombiniert Alt und Neu

Das Volksschulgebäude war im Kern fast 70 Jahre alt, es wurde mehrfach umgebaut und erweitert; in den 80er-Jahren ergänzt um die Neuen Musikmittelschule inkl. Turnsaal, einen Stadtsaal und das Musikum. Die Räumlichkeiten entsprachen am Ende nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen.

Beim Architekturwettbewerb im Jahr 2012 setzte sich ein Holz-Zubau mit hohem energetischen Anspruch durch. Teile des Altbestands blieben erhalten, sie wurden thermisch saniert und mit Lüftungsanlage nachgerüstet. Die neue Schule, eröffnet 2018, bietet für eine zeitgemäße Pädagogik im Clustermodell ausreichend Platz.

Trotz deutlich erweiterter Nutzfläche blieb der Verbrauch an Heizenergiebe aus der Biomasse-Nahwärme im Gebäude konstant. Die Lüftungsanlage sichert gute Aufenthaltsqualität in den Lernzonen, Wärmerückgewinnung inklusive. Die 55 kWp-Photovoltaik-Anlage liefert über das gesamte Jahr Ökostrom, der überwiegend direkt im Gebäude verbraucht wird.

Neue Musikmittelschule Radstadt

Schulzentrum Radstadt; Bild: Christoph Reich/Gemeinde

 

Seniorenwohnhaus Pfarrwerfen / Werfenweng

Nach einer Bauzeit von 20 Monaten konnten im Juli 2016 die ersten Bewohner in das Seniorenwohnhaus Sankt Cyriak einziehen. Bis zu 48 Personen finden in den 4 Hausgemeinschaften Platz. Betrieben wird das Wohnhaus vom Gemeindeverband Pfarrwerfen/Werfenweng.

Das Gebäude in zentraler Lage wurde in Mischbauweise errichtet und zeichnet sich durch niedrigen Energieverbrauch (z.B. HWB sk 4,0 kWh/m3a), die Wärmeversorgung mittels örtlicher Biomasse-Nahwärme, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, PV-Anlage (23 kWp) und den umfangreichen Einsatz von Holz im Innen- und Außenbereich aus.

Ausgezeichnet wurde das Gebäude neben dem klimaaktiv-Standard "Silber" auch mit dem BAU.GENIAL-PREIS 2016.

Foto: SIR

Gemeindeamt Bruck an der Großglocknerstraße

Im Jahr 2016 wurde das Gemeindeamt Bruck in Rekordzeit einer Generalsanierung unterzogen: Neben einem geänderten Raumnutzungskonzept wurde die thermische Gebäudehülle (Fassade, Fenster, oberste Geschoßdecke) verbessert, die Beleuchtung umgestellt und eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert.

Die gemeindeeigene Energiebuchhaltung belegt: 55 % des Heizwärmebedarfes konnten eingespart werden, sodass die entsprechende Leistung im Biomasse-Fernwärmenetz für weitere Anschlusswerber zur Verfügung steht. Aufgrund der gestiegenen Licht- und Luftqualität ist der Stromverbrauch zwar gestiegen, aber die neu errichtete PV-Anlage mit 6,3 kWp am Dach des Amtes deckt immerhin ein Viertel des gesamten Strombedarfs bei einem Eigenverbrauchsanteil von 84 %.

Bild: Fritz Voglreiter/Gemeinde Bruck

Neubau Feuerwehrgebäude Elixhausen

Energie von Anfang bis Ende mitgedacht: Die Qualitätsstandards führten dazu, dass das Gebäude ein klimaaktiv Basis-Zertifikat führen darf. Besonders hervorzuheben: 100  % erneuerbare Wärme durch eine Pelletsheizung.

Im Sommer 2014 wurde das neue Feuerwehrgebäude der e5-Gemeinde Elixhausen fertig gestellt und die vier dazugehörigen Wohnungen den Bewohnern übergeben. Als besondere Energie- und Klimaschutzmaßnahmen wurden u.a. folgende Punkte umgesetzt: HWB von 18,6 kWh/m²a, Einbau einer Pelletsheizung, Verzicht von HFKW-haltigen Stoffen und Luftdichtheit der Gebäudehülle. Dieses Projekt zeigt, dass bereits mit vernünftigem finanziellem Mehraufwand ein guter energetischer und ökologischer Standard erreicht werden kann. Der dauerhaft genutzte Wohnungstrakt des Hauses (inkl. Feuerwehr-Umkleiden und Kommandoraum) erhielt daher ein klimaaktiv Basis-Zertifikat.

Weitere Informationen: Gemeinde Elixhausen, Presseaussendung

Verleihung der klimaaktiv-Plakette

Westtrakt des Gebäudes. Bildquelle: Gemeinde Elixhausen

Neubau Passivhausschule Zell am See

Die Schüler und Lehrer heizen der Schule kräftig ein!

Seit Schulbeginn 2013 sind die Polytechnische Schule und das Sonderpädagogische Zentrum in Schüttdorf in einem neuen, innovativen Passivhaus untergebracht. Das Besondere: Die Abwärme der Schüler wird in einen Speicher transportiert und das Temperaturniveau dort mittels einer Wärmepumpe erhöht. Die Wärme wird dann mittels Flächenheizung und Quelllüftung zurück in die Räume verteilt. Zur Stromerzeugung wurde eine 25 kWp-Photovoltaikanlage installiert, die den Jahresstrombedarf für das Schulzentrum bis zu 41 % deckt. Weitere ökologische Maßnahmen wie Ökostrom-Bezug, PVC-Verzicht, überdachte Radabstellanlagen beim Eingangsbereich u.v.m. runden das Konzept ab.

Weitere Informationen: Stadtgemeinde Zell am See, Exkursionsbericht, Bericht klimaaktiv GOLD-Auszeichnung

Polytechnische Schule Zell am See. Bildquelle: www.pts-zell.salzburg.at

Sanierung und Erweiterung Gemeindeamt Grödig

Die Grödiger freuen sich über ein barrierefreies, modernes und energiesparendes Gemeindeamt.

Im Oktober 2010 wurde das auf Niedrigstenergie-Standard sanierte und erweiterte Gemeindeamt in Grödig feierlich eröffnet. Das in die Jahre gekommene und zu klein gewordene Gemeindeamt, die "Hartmann-Villa", strahlt nun eine freundliche und frische Atmosphäre aus, wovon wir uns bereits bei einer e5-Exkursion selbst überzeugen konnten. Die Grödiger schafften es, den Charme des alten Gebäudes zu erhalten und mit moderner Architektur zu kombinieren. Dabei wurde natürlich auf regionale Baustoffe Wert gelegt (z.B. Untersberger Marmor) und auf eine energieeffiziente Bauweise: Mit einer Lüftungsanlage und optimaler Wärmedämmung ausgestattet wird ein Heizenergiebedarf von 26 kWh/m²a im Zubau und ein Heizenergiebedarf von 66 kWh/m²a im Bestand erreicht.

Weitere Informationen: Gemeinde Grödig

Gemeindeamt Grödig