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e5-Projektauswahl - Energieversorgung, Entsorgung

Trinkwasserkraftwerk in Radstadt für Eigenversorgung

Seit Februar 2016 läuft im neuen Hochbehälter der e5-Gemeinde Radstadt ein Trinkwasser-Kraftwerk. Der Stromertrag wird für den kommunalen Eigenbedarf genutzt. Damit lässt sich Strom und Geld einsparen.

Trinkwasserkraftwerk Radstadt; Bild: StadtgemeindeDer vergrößerte Hochbehälter und erneuerte Wasserzuleitungen aus Quellen am Bürgerberg sichern die Trinkwasserversorgung der Tourismus-Gemeinde Radstadt über die nächsten Jahrzehnte. Das Trinkwasser-Kraftwerk ist dabei ein wesentlicher Baustein, der Energie-erzeugung mit Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit verbindet.

Die Leistung der Anlage beträgt 53 kW. Damit können im Jahr je nach Wasserführung ca. 250 MWh Strom erzeugt werden. Etwa 20 Prozent werden direkt in technischen Anlagen der Wasserversorgung eingesetzt. Der Großteil wird für die Eigenversorgung des Seniorenwohnheims genutzt, über die Nachtzeit läuft der Generator auch für die Straßenbeleuchtung.

Offizielle Eröffnung der Trinkwasserversorgung (28.04.2017)

Weitere Informationen: Gemeinde Radstadt

Trinkwasserkraftwerke St. Johann im Pongau

Strom aus Trinkwasser - ohne Beeinflussung der Trinkwasserqualität!

In St. Johann wurde Anfang 2010 das erste Trinkwasserkraftwerk im Bereich Hubangerl in Betrieb genommen, eine Turbine mit einer Leistung von 5,5 kW eingebaut. Seither gingen weiter drei Trinkwasserkraftwerke im Gemeindegebiet in Betrieb.

Zuletzt errichtete die Stadtgemeinde im Jahr 2017 eine KW-Anlage im Bauhof, mit einer Leistung von 37 kW. Genutzt wird das Ableitungswasser aus einem darüber gelegenen Hochbehälter. Der Jahresertrag liegt bei ca. 200.000 kWh. Im Winter erfolgt zu 100 % Eigennutzung für die kommunale Straßenbeleuchtung sowie für den internen Bedarf im Bauhof. Im Sommer ist das Aufkommen höher als der Bedarf, etwa 1/3 wird daher in das Netz eingespeist. Zuletzt wird auch das abfließende Wasser für Kühlzwecke im angrenzenden Industriebetrieb (Servierraum) genutzt. Ein mehrfacher Gewinn, wirtschaftlich und ökologisch!

Weitere Informationen: Gemeinde St. Johann im Pongau

Trinkwasserkraftwerk St. Johann. Bildquelle: Stadtgem. St. Johann im Pongau

Trinkwasserkraftwerk Zell am See und Bruck

Das Notwendige mit dem Nützlichen verbinden - die Wasserversorgung wird zum Ökostrom-Kraftwerk

Die e5-Gemeinde Zell am See realisierte 2014 gemeinsam mit der Nachbargemeinde Bruck an der Großglocknerstraße (seit 2016 e5-Gemeinde) um 4,8 Mio. Euro eine neue Trinkwasseranlage. Die Wölflernquelle wurde neu gefasst, ein Wasseraufbereitungswerk sowie eine zehn Kilometer lange Zuleitung zum Hochbehälter errichtet. Eine hygienisch einwandfreie Wasserversorgung ist damit gewährleistet, die Leitungsverluste werden deutlich reduziert. Gleichzeitig erreicht man mit dem neu errichteten Trinkwasserkraftwerk ein großes Stück Eigenversorgung: die Turbine samt Generator im Hochbehäter erzeugt pro Jahr rund 360.000 kWh Ökostrom. Für die beiden Gemeinden ist es nicht nur ein gelungenes Infrastruktur- und Energieprojekt, sondern ein vorbildliches Beispiel für gute Zusammenarbeit.

Weitere Informationen: Stadtgemeinde Zell am See und Pinzgauer Nachrichten

Bgm. Peter Padourek und Bgm. Herbert Burgschwaiger. Bildquelle: Pinzgauer Nachrichten

 

 

 

 

 

Smart Grids Modellprojekt Köstendorf

Die Gemeinde Köstendorf demonstriert mit dem Smart Grids Modellvorhaben, welche energetischen Lösungen durch Photovoltaikanlagen bei smart gesteuerter Netzeinbindung und einer breiten Nutzung von Elektrofahrzeugen machbar sind.

Im Jahr 2012 wurden 40 Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 170 kWp auf privaten Einfamilienhäusern errichtet. Eine Flotte von 36 Elektro-PKW steht den Haushalten zur Verfügung. Das Projektteam der Salzburg-AG, mit Partnern aus Industrie und Technologieinstitutionen, erforscht Entlastungseffekt im Stromnetz durch intelligente Steuersysteme. Köstendorf wurde mit dem Projekt zum Anlaufpunkt zahlreicher internationaler Exkursionen. Über einen Energie-Themenweg wird auch die Bevölkerung vor Ort informiert.

Weitere Informationen: Gemeinde Köstendorf und www.smartgridssalzburg.at

Smart Grids Köstendorf; Bild: Salzburg-AG

Kommunales Kleinwasserkraftwerk Furtmühle

Selbstversorgung mit Ökostrom für die e5-Gemeinde Bergheim

Krafthaus Furtmühle; Bild: Gemeinde BergheimDie Gemeinde Bergheim hat im Jahr 2003 die Gelegenheit beim Schopf gepackt: Sie kaufte ein altes Laufkraftwerk, ursprünglich 1917 errichtet, und fasste den Plan zur Revitalisierung. Die Anlage wurde komplett neu aufgesetzt: Zulauf, Einlaufbauwerk und Krafwerksgebäude wurden neu errichtet, sämtliche technischen Anlagen auf modernsten Stand gebracht.

Mit einer max. Leistung von 67 kW erzeugt das Kraftwerk jährlich mehr als 300.000 kWh Strom. Ein Großteil davon wird an das Seniorenwohnheim geliefert, dieses ist somit zu 80 Prozent mit lokalem Ökostrom versorgt. Ein kleinerer Teil des Stromertrags findet in der Straßenbeleuchtung einen Abnehmer, etwa 10 % werden ins Netz der Salzburg-AG eingespeist. Ein schönes Beispiel für eine wirtschaftlich vernünftige Investition in eine kommunale Energie-Infrastruktur!

Gemeinde Bergheim

Effizienter Wasserverbrauch in Schleedorf

Jeder Tropfen zählt, Wassersparen im Großen und im Kleinen!

Die Wassergenossenschaft Schleedorf setzt seit 2012 Maßnahmen um mit dem Ziel, über weniger Wasserverluste im Leitungsnetz die Energieeffizienz zu verbessern. Bereits im ersten Jahr konnten 30 Millionen Liter Wasser eingespart werden. Erreicht wurde dieser Erfolg durch neue Pumpensteuerung, mehrere Sektionszähler zur Lokalisierung des Wasserverlustes im Netz sowie die rasche Reparatur defekter Leitungen oder Ventile. Geringere Wasserverluste bedeutet, dass weniger Wasser in den Hochbehälter gepumpt werden muss. Damit wurde der Strombedarf um mehr als 25.000 kWh reduziert. 

Um nicht nur die großen Verluste eizudämmen sondern auch viele kleine, wurde eine Ideenbörse auf der Gemeinde-Homepage eingerichtet. Jeder konnte seine eigenen Ideen zum Wassersparen einbringen. Jedes Mitglied der Wassergenossenschaft kann sich kostenlos einen Wasserzähler ausleihen, um damit den tatsächlichen Wasserverbrauch bei Haushaltsgeräten zu messen. 

Weitere Informationen: Gemeinde Schleedorf

Kleinwasserkraft in Weißbach

Leben mit der Natur - die Nutzung der Wasserkraft hat bereits lange Tradition in Weißbach.

Kleinwasserkraftwerk Aberger. Bildquelle: Gemeinde WeißbachSchon in früheren Zeiten wurde Wasser zum Antrieb des alten Sägewerks und somit zur Holzverarbeitung genutzt. Heute ist das Kleinwasserkraftwerk der Tischlerei Aberger mit einer Leistung von 67 kW das größte der vier Kleinwasserkraftwerke in Weißbach. Es wird durch den Weißbach am Ausgang der Seisenbergklamm im Naturpark Weißbach gespeist und dient zur Stromerzeugung und Einspeisung in das Stromversorgungsnetz.

Weitere Informationen: Gemeinde Weißbach

Ökostrombörse-Gemeinden

e5-Gemeinden unterstützen mit dem Bezug von Ökostrom gezielt neue Ökostromprojekte in Salzburg.

Seit 1. Jänner 2008 bezieht die Gemeinde Thalgau als erste Salzburger Gemeinde Strom für die gesamten kommunalen Gebäude und Anlagen über die Ökostrombörse Salzburg. Seither übernahmen weitere sechs e5-Gemeinden diese Form der Ökostromförderung.

Das Konzept der Ökostrombörse funktioniert so: Die Gemeinde ist und bleibt Kunde der Salzburg AG, leistet aber für den definierten Strombedarf einen zusätzlichen Förderbeitrag an die Ökostrombörse. Diese unterstützt mit den gesammelten Beträgen den Bau von privaten Ökostromanlagen im Bundesland Salzburg. Der Kunde (die Gemeinde) kann festlegen, ob Projekte vorwiegend im lokalen Umfeld gefördert werden sollen. Insgesamt wird damit der Anteil des regional erzeugten Ökostroms im Salzburger Stromnetz erhöht.

Ökostromanlage Ziegler in Thalgau. Bildquelle: Christian Ziegler