www.e5-salzburg.at
e5-Salzburg

e5-Projektauswahl - Mobilität

Radrouten in der Gemeinde Wals-Siezenheim

Sicherheit und Komfort für Radfahrer im Alltagsverkehr

Die e5-Gemeinde hat sich zum Ziel gesetzt, den vor 15 Jahren verliehenen Status als "radfahrfreundlichste Gemeinde Salzburg" wieder zu erlangen. Die Voraussetzungen sind ideal: ein Gemeindegebiet ohne große Steigungen sowie die unterschiedlichen Ziele des Alltagsverkehrs direkt vor der Haustüre. Im Jahr 2017 setzte sich das e5-Team mit den Profis aus dem Alltagsradverkehr zusammen: Pendler und Freizeitradler, die im Radclub Wals mitarbeiten. Ein Hauptradrouten-Netz wurde erarbeitet, mit externer fachlicher Unterstützung durch Mobilitätsexperten.

Bis Sommer 2018 entstand in der Gemeinde eine profesionelle Beschilderung der sieben Hauptrouten. Die Schilder leiten Alltagsradler sicher durch das Siedlungsgegebiet und sind eine Werbung für andere Verkehrsteilnehmer, einen Umstieg auf das Rad zu wagen.

Radrouten Wals-Siezenheim; Bild: K.Juriga

Vergleichsfahrt: Fahrrad, Bus und PKW

Bewusstseinsbildung im Rahmen der „Mobilitätswoche“

Bereits zum zweiten Mal wurde von den Bürgermeistern aus Bergheim, Elixhausen und Anthering eine Vergleichsfahrt von Fahrrad, Bus und PKW durchgeführt. 2015 ging die Strecke von Elixhausen-Ursprung in die Michael-Pacher-Straße, 2016 in die entgegengesetzte Richtung. Vor allem für Bgm. Johann Hutzinger aus Bergheim, der bei beiden Fahrten das Fahrrad nutzte, bedeutete die Strecke Michael-Pacher-Straße nach Elixhausen aufgrund des beachtlichen Höhenanstiegs und des regnerischen Tages eine entsprechende Herausforderung. Zählt man beide Fahrten zusammen, war trotzdem das Fahrrad mit 77 ½ Minuten eindeutiger Sieger. Bgm. Markus Kurcz nutzte jeweils den Bus, benötigte mit 94 ½ Minuten zwar am längsten, konnte die Zeit im Bus aber für diverse Erledigungen nützen. Mit in Summe 89 Minuten war Bgm. Ing. Johann Mühlberger im Auto Zweitplatzierter.

„Die Vergleichsfahrt, die wieder in der ´europäischen Mobilitätswoche` durchgeführt wurde, hat im Gesamtergebnis gezeigt, dass es durchaus Sinn macht, das eigene Mobilitätsverhalten zu hinterfragen. Noch immer sind 42 Prozent aller mit dem Auto zurückgelegten Wege in Salzburg kürzer als fünf Kilometer und oftmals ließe sich das Sinnvolle – Bewegung und Sport – mit dem Nützlichen – diverse Erledigungen – weit besser kombinieren, als es in unserem Bewusstsein verankert ist oder aus unüberlegter Routine erfolgt“, waren sich die Bürgermeister am Ende der Vergleichsfahrt einig.

Bürgermeister Johann Mühlbacher aus Anthering, Bürgermeister Markus Kurcz aus Elixhausen, Bürgermeister Johann Hutzinger aus Bergheim; Bild: Gemeinden Anthering/Bergheim/Elixhausen

Weitere Informationen: Gemeinde Bergheim und Gemeinde Elixhausen

Elektrofahrzeug für "Essen auf Rädern"

40 Freiwillige nutzen E-Mobil zur Auslieferung

Die Gemeinde St. Martin am Tennengebirge mietet seit Jänner 2015 ein Elektrofahrzeug von der Salzburg AG. Da die St. Martiner für ihre älteren Mitbürger „Essen auf Rädern" anbieten, schien es sinnvoll zu sein, den ca. 40 freiwilligen Helfern ein ökologisches Fahrzeug für die Essensauslieferung zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinde konnte sich bei einem Gespräch mit der Salzburg AG darauf einigen, einen „Mitsubishi IMieV Elektrodrive Edition" zu günstigen Konditionen für „Essen auf Rädern" zu mieten. Somit müssen die engagierten Privatpersonen nicht ihr eigenes Auto verwenden und können die anfallenden Kilometer mit dem Elektroauto klimafreundlich bewältigen.

Weitere Informationen: Gemeinde St. Martin am Tennengebirge

E-Essen auf Rädern; Bild: Gemeinde St. Martin a.T.

Spritspartraining Taxenbach

„Wir hätten uns nicht gedacht, so viel Treibstoff sparen zu können!“

Gemeinsam mit der Fahrschule Neumayr (Saalfelden) veranstaltete das e5-Team ein Sprispartraining für Taxenbacher Bürger. Die Fahrlehrer widmeten sich je eine Stunde lang dem indiviuellen Fahrstil jedes Teilnehmers. Die Fahrtstrecke wurde so gewählt, dass möglichst viele verschiedene Situationen geprobt werden konnten. Anfangs fuhr jeder Teilnehmer so, wie er es gewohnt war. Danach wurde die Fahrt mit dem Fahrlehrer besprochen und Tipps zum Spritsparen gegeben. Anschließend wurde die gleiche Strecke unter der Anleitung des Fahrlehrers und der Berücksichtigung der besprochenen Tipps noch einmal absolviert, am Ende wurden die Daten erneut ausgewertet. Das erstaunliche Ergebnis: Alle zwölf Teilnehmer haben bei gleicher Geschwindigkeit und gleicher Zeit zwischen 0,5 und 1,3 Liter Sprit gespart. Die Kosten dieser Veranstaltung wurden übrigens zum Teil vom klimaaktiv mobil Programm des Bundes gefördert.

Weitere Informationen: Gemeinde Taxenbach

Teilnehmerin Spritspartraining. Bildquelle: Gemeinde Taxenbach

Bürgerbus "St. Georgen Mobil"

Ohne eigenes Auto am Land mobil sein – seit März 2014 ist das in St. Georgen möglich.

Der Bürgerbus bietet allen Gemeindebürgern die Möglichkeit unkompliziert, kostengünstig, sicher und bedarfsgerecht notwendige Versorgungswege in St. Georgen und den Umlandgemeinden durchzuführen. Rund 30 ehrenamtliche Fahrer, die in einem Verein organisiert sind, sorgen dafür, dass Geschäfte, Gasthäuser, die Lokalbahn und Ärzte bzw. Apotheken angefahren werden. Ziel ist es, die in ländlichen Gemeinden oft notwendigen Zweit- oder Drittautos zu reduzieren. Das hilft dem eigenen Haushaltsbudget und der Umwelt.

Weitere Informationen: Gemeinde St. GeorgenAuszeichnung Regionalitätspreis und Website St. Georgen Mobil

Bürgerbus St. Georgen. Bildquelle: Hubert Kiener

 

 

 

 

Carsharing in Henndorf

Seit März 2014 betreibt die Gemeinde Henndorf ein lokales Carsharing-Angebot. Das Biogas-Fahrzeug der ersten Stunde wurde im Frühjahr 2018 um einen E-PKW erweitert. Damit steht den Gemeindebürgern eine komfortable und klimaschonende Alternative zur Verfügung, wenn sie mobil sein wollen und Rad oder Bus nicht möglich sind.

Die "Kleingruppe Mobilität" aus der e5-Arbeitsgruppe Henndorf hat seit Sommer 2013 an der Planung und Konzeption einer Carsharing Lösung für Henndorf gearbeitet. Mit dem Reservierungssystem CARUSO wurde die ideale Reservierungs- und Abrechnungsplattform gefunden. Der Citroen C1 ist ein mit Biogas betriebener Gebrauchtwagen, der sich für die Zwecke in Henndorf ideal eignet. Regionalität ist wichtig: Unter dem Slogan "Biogas aus Wiesengras" wird das  Fahrzeug mit Biogas der Salzburg AG betankt, das in Salzburg erzeugt wird. Die beiden nächsgelegenen Tankstellen befinden sich in Eugendorf und Bergheim.

Weitere Informationen: Gemeinde Henndorf und Carsharing in Henndorf

Carsharing Henndorf; Bild: e5-Team Henndorf


 

Elternhaltestellen: Die "letzte Meile" zur Schule zu Fuß!

Mehr Sicherheit und Gesundheit bringen markierte Haltepunkte für Eltern, die immer noch überzeugt sind, ihre Kinder mit dem PKW zur Schule bringen zu müssen. Ziel ist ein autofreier Schulvorplatz.

Auszug aus dem Informationsfolder: "Liebe Eltern! Die Klimabündnisgemeinde und e5-Gemeinde Henndorf hat sich durch die Errichtung der Elternhaltestellen das Ziel gesetzt, den motorisierten Verkehr, der durch Hol- und Bringfahrten zu den Schulen entsteht erheblich zu verringern. Nutzen auch Sie eine der 3 eingerichteten Elternhaltestellen und fördern Sie damit die Sicherheit, Gesundheit und Selbstständigkeit Ihrer Kinder/Ihres Kindes."

Für das Mobilitätsteam Henndorf: Bürgermeister Rupert Eder/Teamleiterin Birgit Winkler, Direktor Christian Leiter-NMS Henndorf, Direktorin Sibylle Schmid-VS Henndorf

Weitere Informationen: Gemeinde Henndorf, Folder

Elternhaltestelle; Bild: Gemeinde Henndorf

Saalfelden fährt elektrisch

Nach der Anschaffung von E-Bikes und der Errichtung von E-Tankstellen wurde in der Stadtgemeinde Saalfelden das erste Elektroauto in Betrieb genommen.

Im Wirtschaftshof ist das erste Elektroauto im Einsatz. Das Fahrzeug bringt für die Gemeinde ökologische wie auch ökonomische Vorteile: lukrative Investitionsförderungen von Bund und Land, ein hoher Wirkungsgrad des Elektromotors, günstigere Treibstoffkosten u.v.m. haben zum Umstieg bewogen. Seit Jänner 2013 sind die Mitarbeiter der Wirtschaftshof-Verwaltung mit dem Renault Kangoo Z.E. unterwegs. Mit einer Akkuladung kommt das Auto kommt bis zu 170 km weit, über Nacht wird es an der Steckdose aufgeladen. Da die Stadtgemeinde die kommunalen Betriebe mit Ökostrom versorgt, kann man tatsächlich von umweltfreundlichem Treibstoff sprechen. Sollte der Akku doch einmal an seine Grenzen stoßen, zeigt ein integriertes Navigationsgerät den Weg zur nächsten Elektrotankstelle an.

Weitere Informationen: Stadtgemeinde Saalfelden

Das erste E-Auto im Saalfeldner Wirtschaftshof. Bildquelle: Stadtgemeinde Saalfelden

Bürgerbus Zell am See

Freiwillige lenken den neuen Stadtbus, damit Bürger im Stadtteil Schüttdorf mobil sein können.

Bürger fahren Bürger - so lautet das neue Motto, unter dem der bisher kostenintensive Stadtbus ab 10. Dezember 2012 unterwegs ist. Das neue Konzept, das gemeinsam mit der ÖBB-Postbus GmbH erarbeitet wurde, ist im Prinzip einfach: Man nehme einen neuen Kleinbus sowie Bürger, die als ehrenamtliche Fahrer fungieren, und gründe einen Verein, der sich um die Organisation kümmert. Durch das neue Modell können die jährlichen Kosten auf ein Drittel reduziert werden. Die Einzelfahrt mit dem neuen Bürgerbus kostet 50 Cent, die Wochenkarte 5 Euro. 

Weitere Informationen: Stadtgemeinde Zell am See

Neuer Stadtbus in Zell am See. Bildquelle: Stadtgemeinde Zell am See

WirSaMo für WerfenwengerInnen

Am Autofreien Tag 2011 präsentierte die Gemeinde Werfenweng das neue Konzept der sanften Mobilität für Gemeindebürger.

Die e5-Gemeinde Werfenweng ist seit Jahren als Urlaubsort für Sanfte Mobilität bekannt. Ab sofort gibt es SaMo nicht nur für Gäste, sondern auch für WerfenwengerInnen! Wer sich vertraglich dazu verpflichtet, z.B. das Auto ein Mal in der Woche stehen zu lassen, die Kinder zu Fuß in die Schule zu schicken, oder auf dem Weg zur Arbeit die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, kommt wie die Gäste in den Genuss der SaMo-Vorteile. Gratisfahrscheine für das Werfenweng-Shuttle, Kinokarten oder Familieneintritte für den Badesee sind nur wenige Beispiele für attraktive Angebote, die auf die WerfenwengerInnen warten.

Weitere Informationen: Gemeinde Werfenweng und in der WirSaMo-Broschüre

Broschüre \

Radfahrfreundliche Gemeinde Wals-Siezenheim

Die Wals-Siezenheimer sind die fleißigsten Radfahrer Salzburgs.

Wals-Siezenheim hat in den letzten Jahren das Radwegenetz ausgebaut, wobei die meisten Wege gänzlich von der Autoverkehrsfläche getrennt sind. Durch die Lage des Gemeindegebiets - Saalach-Salzach-Untersber-Bayern - gibt es auch die überregionalen Radwanderwege, welche über die örtlichen Radwege in die benachbarten Regionen führen, insbesondere durch die neu errichtete Rad- und Gehwegbrücke von Grünau nach Hammerau in Bayern. Laut einer VCÖ-Untersuchung aus dem Jahr 2003 weist Wals-Siezenheim mit 21,3 % den höchsten Radverkehrsanteil unter allen Salzburger Gemeinden auf. Dies ist nicht nur auf die Länge des Radwegnetzes zurückzuführen, sondern insbesondere auch auf die Qualität: Gute Beschilderung und Winterdienst sind selbstverständlich.

Weitere Informationen: Gemeinde Wals-Siezenheim

Rad- und Gehwegbrücke in Wals-Siezenheim. Bildquelle: Gemeinde Wals-Siezenheim

Ortszentrumsgestaltung Bischofshofen

Optimale Mobilität, die auf die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer Rücksicht nimmt, ist der Gemeinde Bischofshofen ein zentrales Anliegen.

Die Verkehrssituation in Bischofshofen wurde in den vergangenen Jahren völlig verändert. Der Bahnhof samt Bahnhofvorplatz wurde neu gestaltet, die Durchzugsstraße aus dem Zentrum verlegt. Die Stadt hat mit diesem Großprojekt die Verkehrsströme neu geordnet und damit die Möglichkeit erhalten, die Innenstadt wesentlich attraktiver sowie Rad- und fußgängerfreundlicher zu gestalten. Ein wichtiger Schritt in Richtung partnerschaftliche Verkehrslösung wurde zudem durch die nahezu flächendeckende Einführung von Tempo 30 im Zentralraum erreicht. Im Jahr 2015 wurde die Bahnhofsstraße als Begegnungszone nach StVO verordnet.

Weitere Informationen: Gemeinde Bischofshofen

Koexistenz aller Verkehrsteilnehmer in Bischofshofen. Bildquelle: Atelier Wolf

"Zentrum erleben" - Begegnungszone Thalgau

Das Ortzszentrum von Thalgau wurde im September 2013 als erste offizielle Begegnungszone im Land Salzburg eröffnet.

Bereits im Jahr 2010 hat die Flachgauer Gemeinde mit der Einrichtung einer Mischverkehrszone begonnen. So wurde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit im Ort auf 30 km/h beschränkt, Vorrangregelungen verändert, Zebrastreifen entfernt und Gehsteige abgesenkt. Um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu erhöhen, wurde gelber Asphalt aufgetragen. Im zweiten Bauabschnitt wurde ein Brücke verlegt, ein überdachter Fußgängersteges mit Bushaltestelle und Abstellmöglichkeit für Fahrräder errichtet sowie der "Jilkagarten" neu gestaltet.

Im September 2013 konnte die erste Begegnungszone nach StVO in Salzburg offiziell eröffnet werden. Für die nächsten Jahre sind weitere Maßnahmen in Planung: So soll eine Bushaltestelle verlegt und der Kirchenvorplatz neu gestaltet werden. Überzeugen Sie sich selbst von diesem innovativen Projekt und besuchen Sie die Gemeinde Thalgau!

Weitere Informationen: Gemeinde Thalgau

Gestaltung Mischverkehrszone Thalgau. Bildquelle: Gemeinde Thalgau