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Energie für Verkehr: mehr Ordnung im Raum und E-Mobilität gefordert

Der Energiebedarf des Verkehrs hat sich in Österreich in den letzten zwanzig Jahren dramatisch erhöht. Die Abhängigkeit vom Erdöl ist groß. Merkbare Veränderungen sind nur durch eine kompakte Siedlungsplanung möglich, so der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) in einer Studie. Zusätzliche Chancen bietet die E-Mobilität.

Anstatt zu sinken hat der Energiebedarf des Verkehrs in Österreich weiter zugenommen und sich seit dem Jahr 1990 fast verdoppelt. 36 % des Gesamtenergieverbrauchs geht in den Verkehrssektor. Verursacher dieser Entwicklung sind im Personenverkehr die deutlich längeren Wege im Alltag, der sinkende Pkw-Besetzungsgrad, der auf hohem Niveau stagnierende reale Spritverbrauch und die starke Zunahme der Anzahl der Pkw.

Energiebedarf im Verkehr; Grafik: VCÖ (10/2019)

Eine Reduktion des Energieaufwands für Verkehr kann auf Dauer nur durch eine kompakte, nutzungsdurchmischte Raumordnung gelingen, die am öffentlichen Verkehr orientiert ist. Ortskerne und Nahversorgung sind zu stärken, ganzheitliche Quartiers- und Gemeindeentwicklung ist angesagt. Erst damit ist eine Verlagerung vom Pkw zur Mobilität mit Bahn, Bus, Radfahren und Gehen möglich.

Nennenswerte elektrische Verkehrsleistungen gibt es aktuell bereits in öffentlichen Verkehrssystemen (Bahnen, O-Busse, etc.). Potenzial beim PKW-Verkehr ist gegeben, aber noch zu wenig genutzt: Batterie-elektrische Fahrzeuge verbrauchen im Schnitt um 38 Prozent wengier Energie als Diesel-Pkw. Der CO2-Ausstoß von E-PKW, geladen mit österreichischem Strommix, ist um mehr als die Hälfte niedriger als bei einem Diesel-Antrieb.

Energiewende im Verkehr (VCÖ-Factsheet 2019-10)